Hermann Schmidt, Bald am Pilgern auf dem Jakobsweg

Pilgern auf dem Jakobsweg

Dein Pilger, pilgern auf dem Jakobsweg

Hier erfährst Du, wer ich bin, was es für mich bedeutet zu Pilgern auf dem Jakobsweg, warum ich den Weg von Deutschland über Frankreich bis nach Santiago de Compostela in Spanien durch laufe. Warum ich dieses Blog aufsetze und warum es mir so wichtig ist hier meinen Erfahrungsbericht zu schreiben.

Kleine Anmerkung: Unter Pilgern ist es üblich sich zu duzen, darum habe ich auf der gesamten Seite und in meinem Blog auch die Du-Form gewählt.

Dann fange ich mal an:

Bild von Hermann SchmidtMein Name ist Herman, ich bin bald 49 Jahre alt, ich arbeite(te) als freier Grafik & Web Designer.
Zusätzlich bin ich auch noch Kommunikations – und Rhetorik-Trainer.

So hat es begonnen oder: Mein Weg zum Pilger.

Ich habe gut 33 Jahre lang geraucht und um fit zu bleiben, war ich die letzten 20 Jahre aktives Mitglied beim TCE oder auch  „TV-Couching-Extrem“.
Ich denke Du weißt was ich meine.

Bis zum 30.Juni 2013. Da änderte sich Alles – ich saß abends mit dem üblichen Raucherhusten auf meiner Bettkante – ich bekam, wie so oft, einfach zu wenig Luft und eine immer lauter werdende Stimme im meinem Kopf versuchte mir noch einzureden:“ Rauch eine, dann geht es bald besser!“ Ich kann nicht sagen was es noch war, doch etwas Anderes in mir zeigte mir einen Vogel! Nein! Stimmt nicht, es rüttelte mich wach. Da war es, dieses geheimnisvolle „Klick“ von dem Ex-Raucher so gerne Reden. Von jetzt auf gleich stand fest, ab sofort werde ich Ex-Raucher sein!

Mir war klar, Dinge wie aufstehen Kaffee trinken – das geht so nicht mehr. Ich musste meine eingeschliffenen Riten ändern, meine Ernährung umstellen und Sport treiben. Die Idee dahinter: Je mehr ich in meinem täglich Ablauf ändere, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit nicht rückfällig werden. Ich habe in dieser Nacht meinen Plan geschmiedet, ganz nach dem Motto: „Wenn – dann richtig!“
Was lag da näher, als (den für mich bis dahin sinnlosesten Sport der Welt) mit dem Joggen anzufangen? Nach meinem ersten Lauf von (lt. Google) ca. 650 Metern, hatte ich das Gefühlt näher am Tot als am Leben zu sein. Doch dank einer APP und guter Musik am Ohr ( Sportfreunde Stiller), konnte ich innerhalb von 8 Wochen mein Laufpensum auf 2 bis 3 Läufe wöchentlich von je 8 bis 10 km steigern. Alles sehr gemäßigt, im ruhigen Dauerlauf. Ich bin also keine Sports-Kanone geworden auch nicht Lauf süchtig –  aber die Bewegung macht mir Spaß, ich fühle mich besser und wacher als jemals zuvor.

Diese für mich neue Lebensweise hat meine Lebensqualität in dieser kurzen Zeit enorm gesteigert – es hat mich entschleunigt, meinen Blick für die Natur geschärft und ich kann jetzt Gerüche wahrnehmen, die ich nicht kannte oder die ganz hinten in Kindheitserinnerungen versteckt waren.
Es ist unbeschreiblich und ich kann nur Jedem wünschen es an sich selbst zu erfahren.

Das alles klingt leichter als es war, darum war es im September 2013 an der Zeit, mich selbst mit einem kleinen Urlaub zu belohnen. Dieser sollte natürlich auch mit meinen neuen Vorlieben in Einklang stehen. Mir fiel das Buch von HaPe ( Ich bin dann mal weg) ein, das ich einige Jahren zuvor gelesen hatte. Doch wollte ich ja nicht nach Spanien fliegen, um dann zu „wandern“ und als Pilger habe ich mich auch nicht so richtig gesehen. Das war mir irgendwie zu „kirchlich“. So recherchierte ich im Internet – informierte mich über das Pilgern auf dem Jakobsweg und stieß auf die Seite vom Ökumenischen-Pilgerweg. Auf deren Startseite im letzten Absatz steht:

Wegweiser auf dem ökumenischen PilgerwegDer Pilgerweg steht allen Menschen offen, gleich aus welcher Herkunft und Grundüberzeugung sie aufbrechen. Wir wünschen Gottes Segen und Begleitung einem Jeden, der sich auf den Weg begibt.

Das war der Satz für mich …..Es war für mich genau das, was ich brauchte, eine Einladung die mich erreicht hat.
So zog ich also Mitte September los, zum erstem Mal, Pilgern auf dem Jakobsweg. Ich könnte von dieser Reise ein ganzes Buch mit Emotions- und  Erfahrungsberichten füllen, doch darum geht es ja hier nicht. Nur so viel – es hat mich und mein Leben verändert – und es hat in mir den Wunsch ausgelöst, diesen Weg weiter zu gehen – den ganzen Weg zu gehen.

Nach über einem Jahr Planung

…..geht es nun bald los! Ich möchte auf dieser Reise das traditionelle Pilgern auf historischen Pfaden in unsere Zeit übertragen. Ich möchte zeigen, dass Pilgern, das sich Finden und auch spirituelle Erfahrungen wichtiger denn je sind. Und so habe ich daraus etwas kreiert, das hoffentlich Dich und auch ganz viele andere Persönlichkeiten anspricht. Ich würde mich riesig freuen, wenn Du mir hilfst dieses Ziel zu erreichen. Vielleicht sogar in der Form, dass Du mich ein Stück des Weges beim Pilgern auf dem Jakobsweg begleitest.
Auf den nächsten Seiten erfährst Du, wie Du Teil des Ganzen sein kannst, wenn Du möchtest.

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